Den SLO-Fluch wieder nicht gebändigt

Samstag, 11.09.2021 | 03:09 Uhr

Der FCS kann den SLO-Fluch auch im neunten Direktduell nicht ablegen. In der neusten Auflage unterliegen die Munotstädter Stade Lausanne Ouchy mit 1:2.

Ärgerlich für den FC Schaffhausen. Schon wieder konnte kein Ertrag gegen ein relativ bescheiden auftretendes Stade Lausanne Ouchy erzielt werden. Dabei mussten die Schaffhauser diese Pleite auf ihre Kappe nehmen, verschliefen sie die erste Hälfte komplett, was auch die neue Nummer 1, Francesco Ruberto, feststellte: «Wir waren einfach nicht parat». Die Munotstädter reagierten erst, als sie bereits mit 0:2 Im Rückstand lagen. «Wir haben eine riesige Reaktion gezeigt und die letzten 30 Minuten klar dominiert», blickte Ruberto zurück auf die Partie. Nicht zuletzt wegen den Einwechslungen, die frischen Wind ins Spiel brachten, aber auch der Druck, die drohende Niederlage noch abzuwenden, trieben den FCS immer wieder in die Offensive. Zugleich zog sich SLO komplett zurück und lauerte auf Konter. Es gab zwar Ansätze, welche die Lausanner zu nutzen versuchten, doch die Angriffsabteilung stellte ihren Dienst mehrheitlich ein.

Dabei ging SLO gleich zu Beginn des Spiels gleich zur Sache, wie zum Beispiel Brighton Labeau, der nach drei Minuten per Kopf eine erste heisse Chance verbuchte. Ivan Prtaijn auf der anderen Seite erhielt ebenfalls eine riesige Möglichkeit, als er alleine vor Justin Hammel auftauchte. Doch der Lausanner Schlussmann warf sich in den Lupfer und rettete den Roten die Null. Auch ein Freistoss-Hammer von Francisco Rodriguez aus rund 27 Metern wusste der SLO-Hüter zu parieren. Die erste Halbzeit blieb danach arm an Torszenen. Die 240 Fans im weiten Rund des Olympiastadions Pontaise, wo sich immerhin auch noch ein halbes Dutzend FCS-Fans einfanden, sahen ein typisches Mittelfeldgeplänkel, bei dem die Schaffhauser doch etwas Mühe bekundeten, das Zepter an sich zu reissen. Erst nach einer halben Stunde wurde es wieder aufregend für das Publikum, als Jetmir Krasniqi seinen Gegenspieler Mergim Qarri im eigenen Strafraum zu Fall brachte. Der Pfiff des Unparteiischen folgte unmittelbar. Zachary Hadji nahm vom Penaltypunkt Anlauf und bezwang Ruberto souverän zur Führung des Heimteams.

Der Schaffhauser Schlussmann fand kurz nach Beginn der zweiten Hälfte schnell Gelegenheit, sich weiter auszuzeichnen. Den Schussversuch von Alban Ajdini wehrte Ruberto gekonnt ab. Zehn Minuten später drang erneut Ajdini über die rechte Seite in den Sechzehner und chippte aus spitzem Winkel das Leder an Ruberto zum 2:0 für SLO in die Maschen. «Dieses Gegentor muss ich auf meine Kappe nehmen», ärgerte sich der Chef zwischen den Pfosten. Doch es war zugleich der Weckruf für seine Vorderleute, die ab diesem Zeitpunkt praktisch nur noch Einbahnfussball spielten. 101 Sekunden später durfte der FCS zum Jubel ansetzen, als André Luis Neitzke das Anschlusstor gelang. Die grössten Möglichkeiten zum Ausgleich hatten Yassin Maouche und FCS-Debütant Robin Kalem, doch die Belohnung blieb den in anthrazitfarben angetretenen Schaffhauser weiter verwehrt. Spannend blieb es bis zur letzten Sekunde, als der zweite Debütant Fabio Fehr in der Lausanner Box zu Fall kam. Klares Foul monierten die Nordostschweizer, doch der Unparteiische sah dabei keine Regelwidrigkeit und gab dafür keinen Elfmeter. Wie auch schon in der 82. Minute, als Danilo Del Toro im gegnerischen Strafraum zuerst von Rayan Kadima leicht gestossen wurde und der anschliessende Abschlussversuch von Bujar Lika an der Hand von Mohamed Abdallah abprallte. So blieb der FCS auch nach dieser Begegnung gegen Stade Lausanne Ouchy ohne Ertrag. «Wir werden uns im Rückspiel gegen SLO revanchieren», versicherte ein angefressener Ruberto, «und diesen Fluch endlich besiegeln.» In insgesamt neun Duellen konnte Schaffhausen noch keinen Sieg einfahren.

Die Meisterschaft pausiert nächste Woche erneut, da die zweite Hauptrunde des Schweizer Cup auf dem Programm steht. Der FCS ist dabei am Samstag, 18. September 2021 zu Gast im Sportpark Wyler wo er vom Zweitligisten FC Bosporus aus Ostermundigen empfangen wird. Los geht’s um 19:00 Uhr. Die Meisterschaft wird dann am darauffolgenden Dienstag, 21. September 2021 weitergeführt, wenn der FCS den FC Thun zum Duell bittet. Anpfiff zu diesem Match ist um 18:00 Uhr in der wefox Arena.


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Bild: www.freshfocus.ch (Archiv)

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Telegramm


FC Stade Lausanne Ouchy – FC Schaffhausen 2:1 (1:0)
Pontaise – 240 Zuschauer – SR: Nico Gianforte.
Tore: 32. Hadji (Foulpenalty) 1:0, 60. Ajdini 2:0, 61. Neitzke 2:1
Stade LS Ouchy: Hammel; Kadima, Hajrulahu (64. Laugeois), Cueni; Abdallah, Bayard (86. Abdullah), Bamba, Qarri (72. Asllani); Hadji; Ajdini (73. Chader); Labeau.
Schaffhausen: Ruberto; Krasniqi (46. Fehr), S. Müller, Padula, A. Müller (46. Neitzke); Lika, Hamdiu (82. Kalem), Rodriguez (57. Maouche), Bislimi; Prtajin (71. Del Toro), Ardaiz.
Bemerkungen: Stade LS Ouchy ohne Routis, Rüfli, Da Silva (alle verletzt), Dalvand, Oss und Thaçi (alle nicht im Aufgebot). Schaffhausen ohne Mujcic (gesperrt), Grob, Sahitaj, Talic, Bajrami, Vukasinovic, Wick und Berglas-De Nobile (alle nicht im Aufgebot).
Verwarnungen: 7. Hamdiu (Foul), 31. Krasniqi (Foul), 34. Labeau (Foul), 83. Lika (Foul).
Videozusammenfassung: DCL 06 | FC Stade Lausanne Ouchy - FC Schaffhausen


Den SLO-Fluch wieder nicht gebändigt

Telegramm

FC Stade Lausanne-Ouchy
FC Schaffhausen
Friday, 10.09.2021 | 20:30 Uhr
Olympique de la Pontaise, Lausanne

Resultat: 2:1 (1:0)

Zuschauer: 240

Torschützen

32' Zachary Hadji (Foulpenalty) 1:0
60' Alban Ajdini (Assist: Mohamed Abdallah) 2:0
61' André Luis Neitzke (Assist: Fabio Fehr) 2:1

Karten

7' Valon Hamdiu (Foul) [3/4]
31' Jetmir Krasniqi (Foul) [3/4]
34' Brighton Lebeau (Foul) [1/4]
83' Bujar Lika (Foul) [1/4]

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