Reif für den ersten SLO-Sieg

Donnerstag, 09.09.2021 | 11:09 Uhr

Weiter geht’s in der Meisterschaft. Der FCS-Tross gastiert am Freitag auf der Pontaise und misst sich mit dem FC Stade Lausanne Ouchy. Der erste Sieg in der Vereinsgeschichte ist längst überfällig.

«Wir wollen aufsteigen», verkündete SLO-Präsident Vartan Sirmakes vor einem Jahr. Während in der Romandie schnell erkannt wurde, dass Stade Lausanne Ouchy in der Tat Ambitionen an den Tag legte, vernahm man in der Deutschschweiz diese Kampfansage nicht wirklich oder schenkte dieser höchstens ein müdes Lächeln. Das frühere Fischerdörfchen und heutige Lausanner Stadtquartier soll künftig als Attraktion auch Super League-Fussball anbieten. Als die Saison 2019/20 pandemiebedingt unterbrochen und es später keinen Absteiger gab, war dies für SLO gleichbedeutend eine Art Schnupperjahr, um dann in der kurzen Sommerpause das Kader entsprechend aufzurüsten. Prompt trotze der «familiärste Verein Lausannes» in der Folgesaison den Challenge League-Schwergewichten GC, Thun, Xamax, Aarau und Schaffhausen, die allesamt ebenfalls Anspruch auf einen Aufstiegsplatz hegten, und grüsste zwischenzeitlich sogar als Leader. Sogar die Hoppers wurden im Letzigrund bezwungen. Schliesslich belohnte sich Stade Lausanne mit dem ausgezeichneten dritten Schlussrang, der besten Klassierung überhaupt in der Vereinsgeschichte.

Die Schattenseite des Erfolgs zeigte sich nach der Meisterschaft mit dem Abgang von nicht weniger als einem Dutzend Akteure. Leistungsträger Zeki Amdouni (hat zuletzt in der U21-Nati dreimal gegen Gibraltar getroffen) schloss sich Stadtrivale FC Lausanne-Sport an, Karim Gazzetta, Dylan Tavares und Torjäger Yanis Lahouiel wechselten zu Xamax, Roland Ndongo ging nach Thun, zugleich beendete Christian Schneuwly seine Profikarriere und spielt nun im fribourgischen Düdingen. Guy Mbenza ist wieder zu Royal Antwerp nach Belgien zurückgekehrt, Samir Efendic befindet sich wieder in seiner Heimat Bosnien-Herzegowina und hat sich wieder FK Tuzla City angeschlossen. Viel Aderlass für SLO, das sich ja eigentlich im Oberhaus ansiedeln will. Trainer Meho Kodro durfte hingegen 13 neue Spieler begrüssen, die hauptsächlich aus Frankreich, Luxemburg und Belgien herreisten. Auch mit Marcis Oss von Lugano und Merlin Hadzi von Chiasso heuerten zwei ex-Tessiner in Lausanne an. Und der Start in die neue Saison lässt sich in den ersten Runden durchaus sehen. Zwei Siege und ein Remis resultierte aus den ersten drei Runden, ehe Stade Lausanne auf dem Brügglifeld Schiffbruch erlitt und mit 2:5 gegen Aarau unterging. Seither blieb es still bei SLO, da die Mannschaft aufgrund einiger positiven Fälle in Quarantäne musste.

Auch im Team des FC Schaffhausen ist es ruhig geblieben. Die neue Physiotherapeutin Linda Klaus verkündet stolz, aktuell keine angeschlagenen oder verletzten Spieler betreuen zu müssen. Einzig Mirza Mujcic wird am Freitag zum Zuschauen verdammt sein, sitzt er die letzte von vier Spielsperren, die er sich im Derby gegen Winterthur eingehandelt hat, ab. Die beiden neuen Akteure Robin Kalem und Fabio Fehr haben sich schnell ins Team integriert, was Ersterer letzte Woche beim Freundschaftsspiel gegen YF Juventus mit einem Viererpack eindrücklich bewiesen hat. Ein solcher Torriecher à la Kalem ist auch am Freitag gefordert, denn der FCS hat gegen die Westschweizer noch eine Rechnung offen, denn während den letzten beiden Spielzeiten entwickelte sich ein Fluch über den Munotstädter. In acht Direktduellen siegten die Lausanner nicht weniger als fünfmal. Im neunten Aufeinandertreffen soll dieser erste Sieg der noch jungen, gemeinsamen Historie endlich realisiert werden. Zu favorisieren ist am Freitag jedoch keine der beiden Mannschaften, liegen sie tabellarisch mit einem Punkt Differenz und nahezu identischem Torverhältnis in Schlagdistanz. Der Sieger dieser Partie nähert sich als Belohnung der Top 4. Die hoch motivierten Munotstädter streben den Dreier mit Vehemenz an und wollen die drei Punkte unbedingt aus der Waadt mit nach Schaffhausen nehmen.


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Bild: www.freshfocus.ch (Archiv)


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Spielinfos, Spieltag & Anspielzeit


Begegnung: FC Stade Lausanne Ouchy - FC Schaffhausen
Spieldatum: Freitag, 10.09.2021
Türöffnung Stadion Pontaise: 19:30 Uhr
Anpfiff: 20:30 Uhr
Livestream: KEINER
TV-Spiel: keines
Schiedsrichter:
Nico Gianforte / Mirco Bürgi / Leroy Hartmann / Mujo Dedukic
SFL Vorschau: Die Vorschau der Swiss Football League


Bilanz FC Schaffhausen – FC Stade Lausanne Ouchy


8 Meisterschaftsspiele
0 Siege FCS
5 Niederlagen
3 Unentschieden
Torverhältnis: 8:16

- 1. Begegnung: Saison 2019/20 Challenge League
Sa, 24.08.2019 – FC Schaffhausen - SLO 0:1
- letzte Begegnung: Saison 2020/21 – Challenge League, 30. Runde
Di, 20.04.2021 – SLO - FC Schaffhausen 2:1


Kaderinfos FC Schaffhausen


Paulinho: Paulinhos Knie erlitt ein Knorpelschaden, was eine Rückkehr bis auf Weiteres verhindert. Zwar kann er leichte Einheiten absolvieren, die er als Aufbautraining nutzt, jedoch unterstützt Paulinho zugleich den Staff.

Mirza Mujcic: Sitzt die letzte von 4 Spielsperren ab.

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