Hoffnung für SFL-Clubs für Wiederaufnahme des Spielbetriebs

Donnerstag, 30.04.2020 | 19:04 Uhr

Der Bundesrat hat am Mittwochnachmittag die Schweizer Bevölkerung mit neuen Updates betreffend den Corona-Lockerungen informiert. Unter anderem besteht Hoffnung für den Profifussball. Dafür sind sämtliche Meisterschaften im Breitenfussball abgebrochen worden. Deshalb gibt es auch keinen Absteiger aus der Challenge League.

Die 20 Profivereine dürfen ab dem 11. Mai 2020 das Training wieder aufnehmen. Ab diesem Zeitpunkt darf das Mannschaftstraining wieder komplett hochgefahren werden. Gemäss dem Bundesrat dürfen sowohl die Super League, wie auch die Challenge League ab dem 08. Juni 2020 den Ligabetrieb wieder starten. Doch dieses Datum ist aktuell noch nicht in Stein gemeisselt, da bis zum 27. Mai 2020 die Entwicklung der Fallzahlen nach den ersten Lockerungsschritten streng beobachtet wird. An diesem Point du Presse wird definitiv entschieden, ob der Schweizer Profifussball ihre Meisterschaften (+Schweizer Cup und Barragespiele) wieder aufnehmen darf.

SFL im Austausch mit Komitee und allen Vereinen

Die Swiss Football League hat sich bereits innerhalb des Komitees beraten und wird nun morgen eine Konferenz mit den 20 Vereinen durchführen. Im Anschluss wird ein Fahrplan publiziert, wie die Clubs weiterfahren sollen. Zudem wird auch heiss diskutiert, ob die Partien in Form von sogenannten Geisterspielen überhaupt ausgetragen werden können, da einige Präsidenten betreffend den finanziellen Auslagen Zweifel an der Durchführung anbringen. Doch die Mehrheit, konkret Ligaverantwortliche und Clubs, spricht sich für die Wiederaufnahme aus und hofft, dass der Betrieb im Juni wieder aufgefahren wird. Die SFL bekräftigt die grundsätzliche Absicht zur Wiederaufnahme, sofern sich die offenen Fragen der Finanzierung und den Umgang mit den erforderlichen Schutzmassnahmen in den Vereinen geklärt sind, wie das die Liga heute Abend in einem Communiqué mitgeteilt hat.

Meisterschaften im Breitensport abgebrochen, Trainings bald möglich

Fix ist dafür, dass sämtliche unteren Ligen zwischen der Promotion League und 5. Liga diese Saison nicht mehr bestreiten. Die Meisterschaften im Amateurbereich, sprich Breitenfussball, werden für die Saison 2019/20 nicht gewertet. Darunter fallen auch sämtliche Junioren-, Veteranen-, Senioren- und Frauenligen, Footeco und Futsal. Dies beschloss der Schweizerische Fussballverband (SFV) mit den 13 Regionalverbänden im Rahmen einer Telefonkonferenz heute Donnerstag. Somit gibt es in diesem Jahr keine Auf- und Absteiger, was mitunter die 2. Mannschaft des FC Schaffhausen in der 2. Liga regional, Gruppe 2, tangiert. Dieser stünde aktuell mit der SV Schaffhausen an der Tabellenspitze. Allerdings ist es ab dem 11. Mai 2020 erlaubt, dass die Amateur- und Juniorenmannschaften in Kleingruppen bis maximal 5 Personen, ohne Körperkontakt und mit den entsprechenden Schutzmassnahmen trainieren dürfen. Das Schutzkonzept muss von den Behörden noch abgesegnet werden, ehe sämtliche Vereine die geforderten Anweisungen erhalten und umsetzen müssen, damit ein Trainingsbetrieb ordnungsgemäss stattfinden kann.

Challenge League ohne Absteiger

So wird lediglich in der Super League der Schweizer Meister 2019/20 (Rang 1 belegt aktuell der FC St. Gallen 1879) und die Europacupplätze (aktuell: YB und Basel) erkoren, sowie der Absteiger (aktuell Letzter: FC Thun) und der Barrage-Teilnehmer (aktuell Neunter: Neuchâtel Xamax FCS) ausgemacht. Die Challenge League macht hingegen nur den direkten Aufsteiger (aktuell Erster: FC Lausanne-Sport) und den Barragegegner (aktuell Zweiter: FC Vaduz) untereinander aus, einen Absteiger (aktuell Letzter ist der FC Chiasso 1905) wird es nicht geben, weil aus der Promotion League (aktueller Leader ist Yverdon Sport FC) niemand aufsteigt. Zudem wird im Helvetia Schweizer Cup noch der diesjährige Sieger gesucht. Folglich stehen die Partien ab den Viertelfinals noch aus. Der SFV ist auch diesbezüglich in Abklärungen mit den Behörden und wird das weitere Vorgehen so bald als möglich kommunizieren.

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