SFL-Clubs lehnen «Schottischen Modus» ab

Donnerstag, 23.04.2020 | 18:04 Uhr

Die Swiss Football League hat heute informiert, dass der «Schottische Modus» nicht in Kraft treten wird. Dieser Entscheid ist aufgrund der im Vorfeld stattgefundenen schriftlichen Abstimmung der 20 SFL-Clubs gefällt worden.

Seit heute ist definitiv, dass es in den beiden Profiligen Super League und Challenge League auch in nächster Zukunft keine Modusänderung geben wird. Die Swiss Football League (SFL) hat den sogenannten «Schottischen Modus» vorgeschlagen mit 12 Super League-Teams, die in einer Round Robin-Qualifikation dreimal gegeneinander spielen (33 Runden) und im Anschluss in einer einfachen Final- resp. Abstiegsrunde (5 Spiele) den Meister beziehungsweise den direkten Absteiger und den Barrageteilnehmer ermittelt werden. In der Challenge League wären keine Änderungen vorgesehen gewesen.

Da die Ausschreibung der TV- und Marketingrechte im Rahmen der Zentralvermarktung der SFL ab der Saison 2021/22 unmittelbar bevorsteht, musste die Modusabstimmung aufgrund des Covid-19 bedingten Versammlungsverbots schriftlich abgehalten werden. Für eine Annahme wäre eine Zweidrittelmehrheit (14 Ja-Stimmen) nötig gewesen. Die Abstimmung hat jedoch ergeben, dass je 10 Mannschaften dafür und dagegen sind. Unter anderem hat der FC Schaffhausen dem «Schottischen Modus» zugestimmt. Somit bleibt der aktuelle Modus mit je 10 RSL- und BCL-Mannschaften bestehen.

Dazu meint FCS-Präsident Roland Klein: «Diese Abstimmung wurde sicherlich auch stark von der jetzigen Krisensituation beeinflusst. Die Mehrheit der Clubs war vor der Corona-Krise noch für eine Aufstockung auf 12 Clubs in der Super League. Der «Schottische Modus» hat jedoch verschiedene Clubs nicht überzeugt. Die Zeit eine Alternative zum «Schottischen Modus» zu finden war zu gering. Der Schweizer Profifussball sollte eine Gesamt-Restrukturierung ins Auge fassen. Dies nicht nur im Modus-Bereich sondern auch in der Nachwuchsausbildung und der Frage Challenge League / Super League wie weiter. Der neue Fernsehrechtsvertrag sollte so kurz (Vertragsjahre) wie möglich abgeschlossen werden, damit wir die Möglichkeit einer Neustrukturierung in den nächsten Jahren haben. »  

Betreffend der Covid-19-Situation steht der Fussball bekanntlich in der Schweiz nach wie vor still. Allerdings hat die SFL mit dem Institut für Infektionskrankheiten der Universität Bern (IFIK)  ein detailliertes Konzept erstellt und beim Bundesamt für Sport (BASPO) deponiert. Ziel ist, dass möglich zeitnah, aber gleichwohl mit den nötigen Schutzmassnahmen sowohl der Trainings- wie auch der Spielbetrieb wieder gewährleistet kann, wenn dann auch vorerst nur Geisterspiele durchgeführt werden können. Die Behörden sind aufgefordert worden, der SFL eine zeitnahe Rückmeldung mit einem verbindlichen Zeitplan für die Wiederaufnahme des Ligabetriebs zu geben, um auf dieser Grundlage einen Etappenplan zu erstellen.

Derzeit halten sich Spieler, Funktionäre und Büromitarbeiter weiterhin zuhause auf und bereiten sich auf den Tag X vor, an dem der Bereich rund um den Profifussball wieder hochgefahren wird. In dieser Zeit wird der FC Schaffhausen auf den sozialen Medien (Facebook, Instagram, Homepage) einige Rubriken zur Unterhaltung kreieren. Ebenso wird der FC Schaffhausen über das weitere Vorgehen betreffend der Corona-Situation informieren.

SFL-Clubs lehnen «Schottischen Modus» ab

Hauptsponsoren