Niederlage zum Vorrundenschluss

Sonntag, 15.12.2019 | 11:12 Uhr

Mal top, mal flop. Am Samstag zog der FCS nach zwei starken Partien einmal mehr einen Zappen dusteren Tag ein. Denn von Aufsteiger FC Stade Lausanne Ouchy wurden die Schaffhauser regelrecht weggefegt.

Es gäbe keine Ausrede, kein Wenn und Aber, es hätten einfach drei Punkte sein müssen, die eingetütet hätten werden sollen, um der Winterpause ein gutes Gefühl zu geben. Um Chiasso auf Distanz zu halten und auch SLO hinter sich zu lassen. Mindestens ein kleines Polster, auch im Hinblick auf den Rückrundenstart, wenn der Wintermeister und Aufstiegsaspirant Nummer 1 FC Lausanne-Sport zu Gast in Schaffhausen ist. Sich für die letzten 90 Minuten nochmals zusammenreissen, auch wenn der Rasenboden tief getränkt war von zwischenzeitlich heftigen Regenfällen und begleitenden Westwindböen. Doch auch der Exil-Gastgeber hatte dieselben Bedingungen anzutreffen. SLO-Coach Andrea Binotto - auch der Professor genannt - stellte seine Truppe optimal ein, der den Lösungsweg vorgab, nur über Kampf und Leidenschaft zu gehen, um zu reüssieren. Hart geführte Zweikämpfe waren an der Tagesordnung und davor scheuten sich die FCS-Akteure, da sie diese Attribute nicht widergaben und sich beinahe widerstandslos ergaben. Einzig Keeper Amir Saipi hielt an seiner Form fest und verhinderte im Colovray zu Nyon ein komplettes Debakel. Denn SLO hätte gut und gerne auch ein halbes Dutzend Tore erzielen können. Nach 25 Minuten war der Bann gebrochen, als Karim Gazzetta einen Corner von Bijan Dalvand im Netz versenkte, weil die FCS-Abwehr nicht konsequent genug verteidigte. FCS-Trainer Murat Yakin versuchte mit einem frühen Wechsel - Karim Barry kam für Magnus Breitenmoser - ein Zeichen zu setzen. Doch auch dies fruchtete nichts. Zwei weitere Spielerwechsel zu Beginn der zweiten Halbzeit liess noch etwas Hoffnung walten, denn ab der 55. Minute übernahm der FCS für einmal das Zepter und wäre durch einen Kopfball Danilo Del Toros beinahe mit den Ausgleich belohnt worden. Auch Barry versuchte sich in derselben Minute, leider auch ohne gewünschten Erfolg. Mit Yanis Lahouiels Kontertreffer zum 2:0 in der 67. Minute war der Mist geführt und der Schnauf der Schaffhauser erfolgreich abgebunden.

Schwierige Vorrunde

Auch im Wissen, dass dem FCS eine schwierige Vorrunde bevorstand, wurde die erste Saisonhälfte doch zu einer grösseren Herausforderung als erhofft. Dazu gibt es viele Gründe, wie die langen Ausfälle durch Leistungsträger wie Imran Bunjaku, Uran Bislimi, Paulinho, Jetmir Krasniqidie sich allesamt schwere Verletzungen zuzogen. Die sehr junge Equipe sah sich auch immer wieder mit Eigenfehlern konfrontiert, woraus die Gegner ohne Kompromisse Kapital schlugen. Die meisten Spieler haderten mit sich selbst, wodurch die Entfaltung im Spiel litt. Es fehlte der Mut zur Kreativität, mit Überraschungsmomenten und schnellen Vorstössen die Gegner zu übertölpeln; in Partien wie gegen Vaduz (0:3), Kriens (0:2), oder SLO (0:1, 0:2) den Kampf anzunehmen. Das führte auch dazu, dass die Offensive mit lediglich 15 Treffern so schlecht dasteht wie noch nie in diesem Jahrtausend. Sogar vor Yakins erstem Engagement, als der FCS nach der Vorrunde der Saison 2016/17 - jedoch mit drei Punkten weniger auf der Habenseite - immerhin schon 21 Toren auf dem Konto hatte. Ebenso hatten die Munotstädter immer wieder krasse Schiedsrichter-Fehlentscheide zu akzeptieren, die insgesamt mindestens 4-6 Punkte kosteten. Das Ganze zusammen kumuliert ergibt eine Vorrunde, die schwieriger hätte nicht sein können auch wenn mit dem 1:0-Sieg bei GC auswärts und dem 1:1 gegen die Zürcher zuhause, dem 2:2 gegen Lausanne und den beiden Siegen gegen Direktkonkurrent Chiasso ein paar hoffnungsvolle Lichtblicke aufblitzten.

Trainingsauftakt am 03.01.2020

Für die Winterpause steht für die Spieler im Vordergrund den Kopf zu lüften, sich zu regenerieren und abzuschalten, um frische Energie zu tanken - natürlich auch mit entsprechenden Hausaufgaben, um fit zu bleiben. Denn bereits auf den 03. Januar 2020 ist der Trainingsauftakt angesetzt. Die erste Testpartie steht am Montag, 06. Januar um 13:30 Uhr im LIPO Park gegen den FC Zürich auf dem Programm. Ebenso testet der FCS am Samstag, 18.01.2020 auswärts gegen YB und einen Tag später daheim gegen den SC YF Juventus Zürich (12:00 Uhr).

Telegramm

FC Stade Lausanne Ouchy - FC Schaffhausen 2:0 (1:0)
Centre sportif de Colovray, Nyon - 150 Zuschauer - SR: Stefan Horisberger.
Tore: 25. Gazzetta 1:0, 67. Lahouiel 2:0.
SLO: Barroca; Dalvand (59. Danner), Hajrulahu, Mfuyi, Le Pogam; Laugeois, Gaillard; Parapar (71. Delley), Gazzetta (75. Ouassou), Perrier (65. Amdouni); Lahouiel.
FCS: Saipi; Müller (46. Qollaku), Belometti, Kronig, Mevlja (77. Zé Turbo); Lika, Bunjaku, Breitenmoser (30. Barry); Del Toro, Sessolo; Missi Mezu (46. Tranquilli).
Bemerkungen: SLO ohne Tavares (gesperrt), Eleouet, Manière, Matri, Mutombo, Ndongo und Samandjeu (alle verletzt). Schaffhausen ohne Djordjevic, Vitija (beide krank), Krasniqi, Gönitzer, Paulinho, Dindamba, Bislimi, Nikci (alle verletzt), Cooper und Casciato (beide nicht im Aufgebot). - 36. Saipi lenkt Schuss von Gaillard an die Latte.
Verwarnungen: 61. Lika (Foul, im nächsten Spiel gesperrt), 69. Mfuyi (Foul), 81. Qollaku (Foul), 89. Amdouni (Foul), 93. Delley (Foul).

Niederlage zum Vorrundenschluss

Telegramm

FC Stade Lausanne-Ouchy
FC Schaffhausen
Saturday, 14.12.2019 | 17:00 Uhr
Centre sportif de Colovray, Nyon

Resultat: 2:0 (1:0)

Zuschauer: 150

Torschützen

25' Karim Gazzetta 1:0
67' Yanis Lahiouel 2:0

Karten

61' Bujar Lika (Foul, im nächsten Spiel gesperrt)
69' Christopher Mfuyi (Foul)
81' Arijan Qollaku (Foul)
89' Mohamed Amdouni (Foul)
93' Marco Delley (Foul)

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