Rekordsieg gegen Rumänien

Mittwoch, 13.11.2019 | 00:11 Uhr

Was für eine Machtdemonstration der Schweizer Frauen-Nati. Mit dem vierten Sieg in Folge bleiben die Schweizerinnen voll im EM-Rennen.

Das Fernduell zwischen der Schweiz und Belgien ist im vollen Gange. Mit dem 6:0 grüssen die Helvetierinnen aus Schaffhausen nach Louvain, wo die belgische Elf gleichzeitig die litauische Frauenmannschaft auseinandernahm. Auch die „Roten Teufelinnen“ holten schliesslich ein 6:0 heraus. Im April und September 2020 treffen die beiden Teams aufeinander zum grossen Showdown. Mit etwas Glück könnte das grosse Finale im Spätsommer 2020 erneut in der Munotstadt ausgetragen werden.

Nach Platzverweis bricht Rumänien ein

Auch wenn die Schweiz schon bald das Stärkeverhältnis klarstellte, präsentierten sich die Gäste aus Rumänien als keck und zeigten in den ersten Minuten gar einige gute Vorstösse. So kam Stürmerin Laura Rus nach 6 Minuten zu einem ersten Abschluss, den Keeperin Gaëlle Thalmann jedoch parierte. Nachdem Malin Gut zwei Grosschancen ausliess, sorgte in der 26. Minute Ramona Bachmann für den überfälligen Führungstreffer. Dies gleich besonders schön mit einem Schuss aus rund 25 Metern via Lattenunterkante. Torfrau Camelia Ceasar war dabei ohne Chance. Bachmann gelang unmittelbar vor dem Pausenpfiff gar das 2:0. Beim zwischenzeitlichen 4:0 schoss die Luzernerin ihr 49. Länderspieltor für die Schweiz. Doch bevor es soweit war, durchlebten die Schweizerinnen zu Beginn des zweiten Durchgangs einen kleinen Hänger, was den Rumäninnen Mut gab, sich wieder mal in der Offensive zu zeigen. Andreea Voicu kam dabei nach 54 Minute zu einer Topchance, doch die Rumänin sah ihr Geschoss nur im Aussennetz abprallen. Die Dominanz nahm dann wieder zu und brachte den Gast in arge Nöte. So blieb Maria Ficzay in der 64. Minute nichts anderes übrig, als Géraldine Reuteler zum vermeintlichen 3:0 einschiessen wollte, als den Ball mit den Händen abzuwehren. Das Verdikt war klar: Rote Karte für die Osteuropäerin und Penalty für die Schweiz. Ana-Maria Crnogorcevic versenkte den Elfer souverän und scorte für die Schweiz bereits zum 57. Mal. Danach brach Rumänien komplett ein. Mit Fabienne Humm und der erst 17-jährigen Svenja Fölmli trafen in der Schlussphase gar noch zwei Einwechselspielerinnen zum Endstand von 6:0. Der Sieg hätte aufgrund der Torchancen weitaus höher ausfallen können. Und so blieb der 14:0-Sieg Dänemarks gegen Georgien der höchste Tagessieg aller EM-Qualifikationsspiele.

Prüfsteine im kommenden Jahr

Aufgrund des Klassenunterschieds, der in dieser Begegnung unschwer auszumachen war, erstaunt die Bilanz der beiden Teams im Direktduell. Denn darin geht die Schweiz mit 3:2 in Führung. Ebenso ist dieses 6:0 der höchste Sieg gegen diesen Gegner. Zugleich wird das Rückspiel in Rumänien zu einem echten Prüfstein, sind die Osteuropäerinnen nämlich ziemlich heimstark. Zudem konnten die Schweizerinnen auf rumänischem Boden bislang noch nicht punkten. Die restlichen Qualifikationsspiele (Belgien auswärts, 14.04.2020 / Rumänien auswärts, 09.06.2020 / Kroatien auswärts, 18.09.2020 / Belgien zuhause, 22.09.2020) finden alle im kommenden Jahr statt. Sowohl der Sieger und die drei besten Zweitklassierten aller Qualigruppen sind für die EURO 2021 in England qualifiziert, während die sechs weiteren Zweiten ein Playoff für die letzten drei Startplätze ausmachen.

Telegramm

Schweiz - Rumänien 6:0 (2:0)
LIPO Park - 3741 Zuschauer - SR: Shone Shukrula (Holland).
Tore: 26. Bachmann 1:0, 45. Bachmann 2:0, 65. Crnogorcevic (Handspenalty) 3:0, 74. Bachmann 4:0, 81. Humm 5:0, 88. Fölmli 6:0.
Schweiz: Thalmann; Maritz, Bühler, Calligaris, Aigbogun; Gut (69.Bernauer), Wälti; Reuteler (78. Fölmli), Bachmann, Lehmann (61. Humm); Crnogorcevic.
Rumänien: Ceasar; Meluta, Ficzay, Porea, Goder (19. Sandu); Olar, Vatafu, Bortan, Ciolacu (87. Bistrian), Voicu; Rus (78. Vladulescu).
Bemerkungen: Schweiz und Rumänien komplett. 19. Goder verletzt ausgeschieden.
Verwarnungen: 32. Bortan (Foul), 59. Rus (Foul).
Rote Karte: 64. Ficzay (Notbremse-Handspiel auf Torlinie).

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