Ein Sonntag zum Vergessen

Sonntag, 10.11.2019 | 23:11 Uhr

Der Schlachtplan war ein komplett anderer als das brutale Schlussresultat aufweist. Leader und Aufstiegsaspirant Lausanne-Sport zerpflückt den FCS und schickt ihn mit einer 5:0-Packung nach Hause.

Wahrscheinlich hatte sogar Schlusslicht Chiasso ein bisschen Schuld, dass der FC Schaffhausen im 34. Direktduell gegen den FC Lausanne-Sport nichts Zählbares herausholen konnte. Denn nach der Cupgala gegen Neuchâtel Xamax FCS aus der Super League, der gleich mit 6 Toren abgeschossen wurde, tauchte der Tabellenführer völlig überraschend im Tessin gegen die Rosso-Blù mit 2:3. Dieser Schuss vor den Bug nahm sich LS-Trainer Giorgio Contini zu Herzen und stellte nach dem unglücklichen Gastspiel im Tessin gleich auf vier Positionen um, was seine Mannschaft mit einer höchst konzentrierten Leistung dankte. Sein Gegenüber Murat Yakin hingegen musste aufgrund der Gelbsperre Danilo Del Toros einen Wechsel vornehmen und installierte Nejc Mevlja als Innenverteidiger, derweil Serge Müller auf der Aussenbahn im Mittelfeld eingesetzt wurde. Und so war schnell klar, dass die Lozaner sich vom FCS nicht düpieren lassen werden. Während sich in der Startphase die Spieler zuerst mit den in Sand getränkten Rasen zurechtfinden mussten, versuchte sich Joël Geissmann nach 10 Minuten mit einem ersten Offensivversuch, den der FCS-Keeper Amir Saipi parieren konnte. Auch die Nordostschweizer hatten eine dicke Möglichkeit, ausgehend von Arijan Qollaku in der 18. Minute. Dieser brachte eine Flanke gen Strafraum, welche Captain Luca Tranquilli seinem Sturmkollegen Gaëtan Missi Mezu überliess. Doch der Franzose konnte daraus keinen Profit ziehen.

Saipi tragische Figur

Nach einer halben Stunde belohnten sich die Lausanner, nachdem sie das Zepter definitiv an sich gerissen hatten. Die Flanke Dan Ndoyes konnte Nejc Mevlja nur bis zu Andi Zeqiri abwehren. Der 20-Jährige nahm dankend an und zog volley zum 1:0 ab. Die Verunsicherung spürend, fiel der FCS für einen Moment komplett zusammen. Bei einem Angriffsaufbau wollte Bujar Lika den Ball zu Goalie Saipi zurückspielen und traf den Ball unglücklicherweise zu hoch. Mit einer Reflexbewegung pflückte dieser das Leder aus der Luft, da dieser ansonsten im Tor gelandet wäre. Leider stand Saipi zu diesem Zeitpunkt im Teilkreis anstatt in Sechzehner, sodass er bereits nach 33 Minuten in den Feierabend verdonnert wurde. Mit ihm verliess Jan Kronig das Feld, während Calvin Heim zu seinem zweiten Meisterschaftseinsatz kam und gleich einen Freistoss parieren musste. Die Ausführung übernahm Kunstschützenspezialist Stjepan Kukuruzovic, der den Ball via linken Innenpfosten eiskalt zum 2:0 ins Gehäuse butterte. Nur mit viel Glück verhinderte der FCS weitere Gegentore, wie die Möglichkeiten von Per-Egil Flo oder Zeqiri per Fallrückzieher, die Hüter Heim bravourös herauskratze. Kaum war die zweite Halbzeit im Gange, schon doppelte der Gastgeber nach. Zuerst lenkte in der 49. Minute Zeqiri ein Schuss von Flo zum 3:0 ins Netz; vier Minuten später fiel Nikola Boranijasevic etwas leicht im Schaffhauser Sechzehner, als er sich in einem Laufduell mit Simone Belometti befand. So kam Aldin Turkes in den Genuss Heim noch einen Penalty einzuschenken. Den Lausanner Höhepunkt machte Christian Schneuwly mit seinem 5:0.

Nach Natipause kommt Vaduz

Die Meisterschaft ruht am kommenden Wochenende, weil die Nationalmannschaften um die EM-Qualifikation(en) kämpfen. So werden Amir Saipi, Jan Kronig und Serge Müller mit der U20-Nati zwei Auswärtsspiele in Polen (Do, 14.11, 16:00 Uhr) und Italien (Mo, 18.11, 14:00 Uhr) austragen. Auch in Schaffhausen findet ein Länderspiel statt. Am Dienstag, 12.11. gastiert die Frauen-Nationalmannschaft im LIPO Park und empfängt Rumänien zum Showdown in der EM-Qualifikation. Der FCS ist dann am Samstag, 23. November beim Heimspiel gegen den FC Vaduz wieder im Einsatz.

Telegramm

FC Lausanne-Sport - FC Schaffhausen 5:0 (2:0)
Pontaise - 2136 Zuschauer - SR: Luca Piccolo.
Tore: 31. Zeqiri 1:0, 37. Kukuruzovic 2:0, 49. Zeqiri 3:0, 54. Turkes (Foulpenalty) 4:0, 78. Schneuwly 5:0.
Lausanne: Castella; Boranijasevic, Loosli, Monteiro, Flo; Kukuruzovic; Geissmann (62. Pasche), Schneuwly (80. Oliveira); Ndoye (72. Dominguez), Turkes, Zeqiri (62. Koura).
FCS: Saipi; Qollaku, Mevlja, Belometti, Kronig (34. Heim); Müller, Lika (62. Coulibaly), Breitenmoser (54. Bajrami); Tranquilli, Sessolo; Missi Mezu (54. Zé Turbo).
Bemerkungen: Lausanne ohne Puertas (verletzt), Da Silva, Silva, Baddy Dega, Nanizayamo, Ouattara und Cabral (alle nicht im Aufgebot). Schaffhausen ohne Del Toro (gesperrt), Gönitzer (krank), Krasniqi, Bunjaku, Paulinho, Bislimi, Vitija, Nikci (alle verletzt), Cooper und Djordjevic (beide nicht im Aufgebot). - 69. Tor von Koura wegen Offside aberkannt.
Verwarnungen: 15. Monteiro (Foul), 57. Zeqiri (Foul), 86. Tranquilli (Foul).
Platzverweis: 33. Saipi (Handspiel ausserhalb des Strafraums).

Ein Sonntag zum Vergessen

Telegramm

FC Lausanne-Sport
FC Schaffhausen
Sunday, 10.11.2019 | 15:00 Uhr
Olympique de la Pontaise, Lausanne

Resultat: 5:0 (2:0)

Zuschauer: 2136

Torschützen

31' Andi Zeqiri 1:0
37' Stjepan Kukuruzovic 2:0
49' Andi Zeqiri 3:0
54' Aldin Turkes (Foulpenalty) 4:0
79' Christian Schneuwly 5:0

Karten

15' Elton Monteiro (Foul)
33' Amir Saipi (Handspiel ausserhalb des Strafraums)
57' Andi Zeqiri (Foul)
86' Luca Tranquilli (Foul)

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