Drittes Remis in Folge

Samstag, 02.11.2019 | 23:11 Uhr

Wieder eine Partie, die eigentlich hätte gewonnen werden sollen - und doch lag der eine Zähler abermals auf des Messers Schneide. Doch immerhin klettert der FCS nach dem 1:1 gegen Winterthur in der Tabelle so langsam in die Höhe.

Der FC Schaffhausen ist auch im vierten Spiel in Folge ungeschlagen und hüpft über Nacht sogar auf den siebten Tabellenrang. Punktet Vaduz im sonntäglichen Aufeinandertreffen gegen den FC Wil 1900, verweilen die Schaffhauser zumindest auf dem achten Rang und lassen dabei Aufsteiger FC Stade Lausanne Ouchy, der dem FC Aarau unterlag, hinter sich. Zu verdanken ist das auch dem Remis-Hattrick mit Déjà-vu-Erkenntnisse. So gelang es dem FCS sowohl gegen GC (4.), Kriens (9.) wie auch gegen Winterthur den Turbo zu zünden und in der Startphase den ersten Treffer zu erzielen. Dieses Mal brauchte der FCS nicht mal zwei Minuten dafür. Winterthurs Luca Radice, von Luca Tranquilli und Serge Müller während des Angriffaufbaus bedrängt, wollte auf ex-FCS-Abwehrspieler Granit Lekaj zurückspielen, dieser kam jedoch nicht an den Ball heran. Der lauernde Gaëtan Missi Mezu packte die Chance und staubte mit seinem zweiten Saisontreffer trocken zum 1:0 ab. Die müde wirkenden Winterthurer waren mit der Agilität der Munotstädter zu Beginn ziemlich überfordert, was dem Abnützungskampf im Cupfight gegen Thun zuzuordnen war. So hätte der FCS schon früh eine Vorentscheidung herbeiführen können, doch die Partie blieb in der Folge ohne Höhepunkte. Fast, denn in der 17. Minute wäre Roman Buess fast zum Torerfolg gekommen. Zuerst scheiterte er am glänzend reagierenden FCS-Keeper Amir Saipi, danach sah er seinen Nachschuss am Pfosten abprallen. Bis zur Pause konzentrierte sich das Spielgeschehen mehrheitlich im Mittelfeld, welches mit einigen Fouls begleitet wurde. Für Del Toro wars eines mit Folgen. Denn für sein Foul gegen Tobias Schättin erhielt der 22-Jährige die vierte Gelbe Karte in dieser Saison und ist gegen Lausanne gesperrt.

Je länger, desto hektischer

Derweil Danilo Del Toro und Hélios Sessolo nach Wiederanpfiff gleich auf Winterthurs Torhüter Raphael Spiegel einschossen, rückte der FCS doch nach und nach eine Zone nach hinten, was die Gäste aus der Eulachstadt nutzten, mit frischen Kräften am Ausgleich zu schnuppern. Dieser fiel tatsächlich in der 59. Minute. Dabei nutzten die Winterthurer einen Konter aus, nachdem zuvor Sessolo mit seinem Geschoss Spiegel zu einer Glanztat zwang. Der Ball flog weit bis in Richtung Cornerfahne, wo Tobias Schättins Hereingabe just den Kopf von Callà fand, der das 1:1 markierte. Mit der aufkommenden Hektik - unter anderem wurden beide Yakin-Brüder verwarnt - erhielt die Affiche auch den Derbycharakter, den es dazu braucht, um das Glück des Tüchtigen zu erzwingen. Während in den 70er-Minuten Winterthur drückte, schlug sich das Pendel dafür in den letzten zehn Minuten auf die FCS-Offensive. Serge Müller, Sessolo und Del Toro versuchten es aus allen Lagen, ehe in der tiefen Nachspielzeit, für einen Moment alle Schaffhauser Glieder erstarrten. Mario Bühler zog aus 18 Metern ab, Saipi konnte den Ball nicht behändigen, während der eingewechselte Anas Mahamid das vermeintliche Siegestor erzielte. Doch Schiedsrichter-Assistent Mirco Bürgi sah den Torschützen beim Schuss von Bühler in der Offsideposition, was die Schaffhauser vor Erleichterung mit einem schnell ausgeführten Konter beinahe selbst zu Gunsten gekommen wäre. Doch auch die letzte Chance war vergeben. So geschehen auch im Heimspiel gegen GC, als Aleksandar Cvetkovic schon irregulär traf oder das nichtgegebene Eigentor der Krienser in der 93. Minute, zeugen von einem weiteren Déjà-vu. Derweil Mahamid seine Gefühle auch nach Spielschluss nicht unter Kontrolle behalten konnte, kassierte der Israeli nämlich kurz nach Abpfiff noch den roten Karton. Auch wenn das Unentschieden für beide Mannschaften gerecht ist, hätte der FCS das 115. Derby gut und gerne auch für sich entscheiden können. 

Zuerst Lausanne, danach Länderspiel

Bevor die Meisterschaft zum letzten Mal in diesem Jahr für die Nationalmannschaften unterbrochen wird, reist der FCS am kommenden Sonntag zum Leader FC Lausanne-Sport. Diese Partie wird auf der Pontaise um 15:00 Uhr angepfiffen. Bereits am Dienstag, 12. November 2019 findet im LIPO Park wieder ein Frauen-Länderspiel statt. Die nach wie vor ungeschlagenen Schweizerinnen empfangen in der EM-Qualifikation Rumänien. Los geht es um 19:00 Uhr.

Telegramm

FC Schaffhausen - FC Winterthur 1:1 (1:0)
LIPO Park - 2239 Zuschauer - SR: Nicolas Jancevski.
Tore: 2. Missi Mezu 1:0, 59. Callà 1:1.
Schaffhausen: Saipi; Müller, Qollaku, Belometti, Kronig; Lika (65. Paulinho), Del Toro, Breitenmoser (81. Coulibaly), Tranquilli (77. Barry), Sessolo; Missi Mezu (67. Mevlja).
Winterthur: Spiegel; von Niederhäusern, Isik (46. Bühler), Hajrovic, Schättin; Lekaj, Taipi (81. Doumbia); Callà, Sliskovic (81. Mahamid), Radice (46. Da Silva); Buess.
Bemerkungen: Schaffhausen ohne Vitija, Bunjaku, Nikci, Bislimi, Djordjevic (alle verletzt), Cooper, Dindamba, Casciato und Bajrami (alle nicht im Aufgebot). Winterthur ohne Liechti (verletzt), Roth, Hamidu, Rüegg, Costinha und Saliji (alle nicht im Aufgebot) - 17. Pfostenschuss Buess. 65. Lika angeschlagen ausgeschieden. 93. Tor von Mahamid wegen Offside aberkannt.
Verwarnungen: 30. Del Toro (Foul, im nächsten Spiel gesperrt), 37. Isik (Foul), 57. M. Yakin (Reklamieren), 57. H. Yakin (Reklamieren), 88. Mahamid (Foul), 93. Schättin (Handspiel).
Gelb-Rote Karte: Mahamid (Unsportlichkeit nach Spielschluss).

Drittes Remis in Folge

Telegramm

FC Schaffhausen
FC Winterthur
Saturday, 02.11.2019 | 17:00 Uhr
LIPO Park, Schaffhausen

Resultat: 1:1 (1:0)

Zuschauer: 2239

Torschützen

2' Gaëtan Missi Mezu 1:0
59' Davide Callà 1:1

Karten

30' Danilo Del Toro (Foul, im nächsten Spiel gesperrt)
37' Gabriel Isik (Foul)
67' Murat Yakin (Reklamieren)
67' Hakan Yakin (Reklamieren)
88' Anas Mahamid (Foul)
93' Tobias Schättin (Handspiel)
nach Spielschluss' Anas Mahamid (Unsportlichkeit)

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