Keine Punkte im Ländle

Montag, 20.11.2017 | 23:11 Uhr

Mit dürftigen Leistungen gibt es nichts zu holen. So musste der FCS beim FC Vaduz Federn lassen und nach einer 0:2-Pleite unverrichteter Dinge wieder abziehen.

Von der Not zur Tugend: Super League-Absteiger FC Vaduz hat während dieser Saison mehr Mühe, als geplant. Sportlich ist es dem Liechtensteiner Verein erst in den letzten Runden gelungen, sich in der Mittelfeld-Spitzengruppe zu etablieren. Allerdings fehlen Trainer Roland Vrabec seit geraumer Zeit einige Leistungsträger und muss immer wieder Personal aus der zweiten Mannschaft ins Fanionteam einberufen. Dennoch hat es zuletzt zwei Siege in Winterthur (1:0) und zuhause gegen Aarau (4:1) gegeben. Gegen Schaffhausen soll dieser Aufwärtstrend in der 30. Begegnung der Clubgeschichte weitergehen und die ohnehin schon knappe Bilanz wieder etwas aufbessern. Beide Teams haben bislang in ihrer Vereinsgeschichte je zehn Mal gewonnen, zuletzt der FCS im LIPO Park mit einem relativ souveränen 3:1-Sieg.

Erster Durchgang zum Vergessen

Doch wie bereits beim Gastspiel in Rapperswil-Jona, blieb auch diese Neuauflage weit unter dem, was sich die Schaffhauser erhofften. Gegen ein alles andere als übermächtige Vaduz wirkten die in Gelb-Weiss spielenden Nordostschweizer eher als Statisten, denn an ein Spitzenteam. Ohne Drang das Zepter zu übernehmen, viel mehr abwartend und auf Konter lauernd tasteten sich die Munotstädter über den Rheinpark-Rasen. Weil der Gastgeber aus dem Ländle dasselbe Konzept anzuwenden schien, blieb der erste Durchgang ziemlich bieder, auch wenn es die Vaduzer dann und wann schafften, gefährlich vor FCS-Keeper Dorde Nikolic aufzutauchen. Die logische Folge war die Führung der Liechtensteiner nach knapp einer halben Stunde, als Nils von Niederhäusern eine Flanke von rechts in den Strafraum brachte. Nicolas Jüllich stoppte den Ball mit dem Oberschenkel und zirkelte den Ball zum 1:0 in die Maschen. Das Aufbäumen seitens der Schaffhauser blieb gänzlich aus. Erst nach 38 Minuten stieg das Adrenalin ein wenig, als Tunahan Cicek in eine aussichtsreiche Position kam, das Leder jedoch über die Landesgrenze hinaus schoss.

Die wenigen Chancen nicht genutzt

Sämtliche Motivationsreden seitens der sportlichen Leitung in der Pause waren bereits zwei Minuten nach Wiederanpfiff wieder Makulatur. Erneut kam von Niederhäusern zu einer guten Flanke, der punktgenau den Kopf von Tomislav Puljic fand und diesem mit dem 2:0 zum Topscorer der Vaduzer machte. Auch während danach der Gastgeber das Tempo aus dem Spiel nahm, blieb der FCS weiterhin lethargisch und unverständlicherweise sehr verhalten. Vor allem die Offensive blieb einiges schuldig. Immerhin erhöhte Cicek seine Kadenz und kam zu zwei ausgezeichneten Möglichkeiten. Je eine Aktion auf beiden Seiten in der Schlussminute liess erahnen, wie zähflüssig diese Partie im Rheinpark war. Zuerst scheiterte bei einem Konter Marko Devic am glänzend reagierenden FCS-Hüter Nikolic, im Gegenzug bediente Karim Barry von links Hélios Sessolo, der das Kunststück fertig brachte, den Ball alleinstehend neben dem leeren Tor vorbeizudonnern. Während Vaduz den dritten Sieg in Folge feiern durfte, verlor Schaffhausen erstmals zwei Partien hintereinander. Die Munotstädter verpassten es wieder näher an die Konkurrenten Neuchâtel Xamax FCS und Servette FC, die beide Unentschieden spielten, heranzukommen. Gerade auch, weil die Genfer am kommenden Sonntag im LIPO Park gastieren und nach drei Partien ohne Sieg einen solchen in der Schaffhauser Heimstätte anstreben. Doch auch die Munotstädter stehen in der Pflicht, muss nach dieser dürftigen Leistung im Fürstentum gegen die Grenats eine Reaktion erfolgen.

Telegramm

FC Vaduz - FC Schaffhausen 2:0 (1:0)
Rheinpark - 967 Zuschauer - SR: Luca Gut.
Tore: 29. Jüllich 1:0, 47. Puljic 2:0.
Vaduz: Jehle; Bühler, Puljic, Borgmann; von Niederhäusern, Jüllich, Kamber (71. Ciccone), Schirinzi; Mathys; Turkes (89. Pfründer), Devic (93. Göppel).
Schaffhausen: Nikolic; Gonçalves, Rhyner, Mevlja; Paulinho, Lika (72. Barry), Bunjaku (61. Mikari), Tranquilli (61. Del Toro); Castroman, Cicek, Sessolo.
Bemerkungen: Vaduz ohne Muntwiler (gesperrt), Konrad, Coulibaly, Burgmeier, Gajic, Felfel, Brunner (alle verletzt), Majer, J. Ospelt und Brunner (alle nicht im Aufgebot). Schaffhausen ohne Gül, Dangubic, Loosli (alle verletzt), Matic, Pribanovic und Vannuca (alle nicht im Aufgebot).
Verwarnung: 76. Jüllich (Foul).

Keine Punkte im Ländle

Telegramm

FC Vaduz
FC Schaffhausen
Monday, 20.11.2017 | 20:00 Uhr
Rheinpark Stadion, Vaduz

Resultat: 2:0 (1:0)

Zuschauer: 967

Torschützen

29' Nicolas Jüllich 1:0
47' Tomislav Puljic 2:0

Karten

76' Nicolas Jüllich (Foul)

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