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Samstag, 15. April 2017

Wohlen – FCS mit katarischen Referees

Der FC Schaffhausen hat sich auf Platz 5 der Tabelle hochgekämpft. Ausruhen gibt es aber nicht, in Wohlen soll der nächste Schritt Richtung gesichertem Klassenerhalt unternommen werden – unter der Leitung eines besonderen Schiedsrichtertrios.


Der FCS-Stürmer Shkelqim Demhasaj im Kampf gegen den FC Wohlen. Bild: Michael Kessler

von Tobias Erlemann

Besonders unter Beobachtung stehen wird am Ostermontag (15 Uhr) beim Spiel des FC Schaffhausen in Wohlen Saoud Ali-Adba. Doch nicht etwa wegen seiner spielerischen Künste oder seines herausragenden Könnens am Ball. Nein, Ali-Adba wird im Stadion Niedermatten der Referee sein – eingeflogen direkt aus Katar. Im Rahmen des Schiedsrichteraustauschprogramms des Schweizerischen Fussballverbandes wird die Spielleitung den Mann aus dem Emirat übernehmen, unterstützt wird er an der Linie von seinen Landsmännern Mohammed Jaber Dharman und Abdulmajeed ­Hussain Alkarbi. Ein Hauch von Weltmeisterschaft 2022, welche bekanntlich in Katar stattfinden wird, weht also an diesem Ostertag durch die Challenge League. FCS-Geschäftsführer und Sportchef Marco Truckenbrod Fontana muss ob der aussergewöhnlichen Einteilung etwas schmunzeln. Aber er hofft, dass das Katari-Trio alles im Griff hat. «Die Fussballregeln sind ja auf der ganzen Welt gleich, die kennt man auch in Katar», ist Truckenbrod Fontana überzeugt.

Keine Spekulationen

Denn egal, ob Schweizer oder katarischer Referee – in Wohlen sollen abermals drei Punkte eingefahren werden. So steht der FCS aktuell auf Platz 5. Konnte dementsprechend nach dem 5:0-Kantersieg über Chiasso und dem Aufsteigen in der Rangliste zum ersten Mal seit Monaten ein wenig durchgeschnauft werden? Geht man davon aus, dass der FC Wil sechs Punkte aberkannt bekommen wird wegen Verstössen gegen die Lizenzauf­lagen, stünden die Schaffhauser (30 Punkte) bereits acht Zähler vor dem Tabellenletzten (22 Punkte) aus der Ostschweiz. Ein (vermeintlich) sattes Polster, beim FCS wiegt sich aber keiner in Sicherheit. «Durchschnaufen gibt es nicht. Wir können nicht drauf spekulieren, dass Wil wirklich die Punkte aberkannt bekommt. So lange wir rechnerisch noch nicht gerettet sind, geben wir weiter Vollgas», betont Truckenbrod Fontana.

Und auch Coach Murat Yakin tritt auf die Euphoriebremse. Schon direkt nach der Chiasso-Gala mahnte er zur Vernunft. «Wir haben einige Schritte nach vorn gemacht, aber noch ist nichts erreicht. Wir müssen immer weitermachen und hart arbeiten, ich sehe noch genügend Potenzial, wo wir uns verbessern können», will Yakin das Team immer weiter verbessern. So soll das Pressing noch aggressiver werden und die Torchancenverwertung deutlich konsequenter. Und auch gegen die Tessiner hatte der FCS in einige Phasen Probleme im kontrollierten Aufbauspiel, Yakin propagiert hierbei eine hohe Ball- und Passkontrolle. Für die Spieler bedeutet dies eine permanente Konzentration, um den Ansprüchen des Coaches gerecht zu werden. «Murat Yakin hat einen Plan, den müssen wir umsetzen», spricht Innenverteidiger Muhamed Demiri aus Erfahrung. «Wenn wir uns daran halten, dann haben wir Erfolg.» Die Bestätigung für diese These bekam Demiri eindrücklich in Thun serviert, als er zusammen mit Yakin als Coach im Sommer 2010 den Aufstieg in die Super League schaffte.

Dem FC Schaffhausen steht am ­Ostermontag der schwere Gang nach Wohlen bevor. Die Aargauer sind wieder auf die Erfolgsspur zurückgekehrt und gewannen zuletzt mit 4:1 in Wil. Und auch in Schaffhausen vor knapp einem Monat hatte sich die Mannschaft von Francesco Gabriele durchaus gefährlich gezeigt, führte Wohlen zur Pause doch mit 2:0 und verschoss sogar noch einen Penalty. Erst in der Schlussphase konnte der FCS die Partie noch in einen 3:2-Sieg umwandeln. Vorsicht ist also geboten auf Schaffhauser Seite, will man im Stadion Niedermatten nicht ein böses Erwachen erleben.

Yakin-Entscheid steht kurz bevor

Dabei stehen aktuell nicht nur sportliche «Wochen der Wahrheit» auf dem Programm, sondern auch personelle. So befindet sich der FCS in intensiven Gesprächen mit Murat Yakin über eine mögliche Vertragsverlängerung. Truckenbrod Fontana sieht sich in einem spannenden Rennen. «Aktuell würde ich die Chancen eines Verbleibs auf 50 zu 50 schätzen.» Doch immer mehr scheint es, als würde sich Yakin weiter dem «Projekt FCS» verschreiben. Und unterschreibt erst mal der Trainer, dürften einige Akteure nachziehen, deren Verträge im Sommer auslaufen. So steht auch die Osterzeit für die FCS-Verantwortlichen ganz im Zeichen der Arbeit. Denn zeitnah nach dem Wohlen-Match soll eine Entscheidung fallen, auch zur Planungssicherheit. «Dann wird klar sein, wohin die Reise geht. Wir hoffen sehr, dass wir Murat Yakin halten können, er leistet hervorragende Arbeit», sagt Truckenbrod Fontana.

 
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