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Samstag, 22. April 2017

FCS-Goalie Matic auf den Spuren von Bürki

Mateo Matic hat sich als Nummer 1 im Tor des FC Schaffhausen etabliert. Der Youngster beeindruckt mit Selbstbewusstsein und einem modernen Torwartspiel.


Selbstbewusst, aber trotzdem immer bescheiden und lernwillig: Mateo Matic hat sich im FCS-Goal festgespielt. Bild: Tobias Erlemann

von Tobias Erlemann

Er war der Matchwinner beim knappen 1:0-Sieg in Wohlen. FCS-Keeper Mateo Matic vereitelte zahlreiche Chancen. Und war er doch mal machtlos, hatte er das Glück des Tüchtigen – und der Ball prallte gegen die Latte. «Der Torwart war stark, der hat den FCS gerettet», analysiert Wohlen-Torjäger Igor Tadic treffend. Der Hochgelobte wertet seine Leistung jedoch gelassener ein. Er freue sich, dass er endlich mal richtig zeigen konnte, was er drauf hat, sagt Matic. «In den bisherigen Spielen konnte ich mich weniger auszeichnen. So ein Spiel tut einem Torwart auch mal gut.»

Leihgeschäft wird verlängert

Der 21-Jährige gehört zu den Überraschungen der Rückrunde. Acht Spiele absolvierte die Leihgabe vom Grasshopper Club Zürich bisher für den FCS. Vier Mal spielte er zu null, insgesamt nur acht Gegentreffer kassierte der gebürtige Schlieremer. Eine starke Bilanz. Und mit ein Grund, warum der FCS nun erfolgreich unterwegs ist. Dabei trägt die erst Ende Januar getroffene Kooperation zwischen den Hoppers und dem FCS schon jetzt Früchte. Neben Matic präsentierte sich auch Leih-Verteidiger Jean-Pierre Rhyner als Verstärkung. So war es sogar die Intuition des Rekordmeisters, dass der Jung-Keeper zu Lehrzwecken nach Schaffhausen wechselt. «Die GC-Verantwortlichen rieten mir zu diesem Schritt», offenbart Matic. War es auch der richtige Schritt? «Absolut. Ich sammle hier wertvolle Erfahrungen, die ich in der GC-U-21 in der 1. Liga Classic nie hätte machen können», erklärt Matic – und blickt ­voraus. «Stand heute werde ich auch kommende Saison in Schaffhausen spielen, das Leihgeschäft soll bis Sommer 2018 verlängert werden.»

Vorbild Roman Bürki

Und auch Coach Murat Yakin zeigt sich sehr angetan von seinem Youngster. Dieser sei ein sehr moderner Keeper, erklärt der FCS-Coach. «Er ist sowohl mit den Füssen als auch mit den Händen stark.» So sieht sich auch Matic selbst als ein Torwart, der alle wichtigen Facetten des komplexen Spiels beherrscht. Mit nur 1,85 Meter sei er zwar nicht der Grösste. «Aber das gleiche ich durch meine Sprungkraft aus», erklärt der 21-Jährige. Und der Goalie präsentiert gleich sein Vorbild, das ähnlich veranlagt ist wie er selbst: Roman Bürki. Dessen Weg könnte symbolisch stehen für Matic. Auch Bürki musste zu Beginn seiner Profikarriere bei YB hinten anstehen. Auch Bürki wechselte mal nach Schaffhausen (Februar 2010 bis Juni 2010). Und Bürki schaffte den Durchbruch bei GC und startete durch bis in die Bundesliga. «Ich durfte als Junior ein paar Mal mit Roman trainieren. Er ist ein absoluter Vollprofi. Und auch sein Torwartspiel ist stark, an ihm orientiere ich mich», sagt Matic.

Grasseler bald wieder fit

Bereits mit neun Jahren wechselte der aktuelle Schweizer U-21-Nationalspieler zu GC – auf Drängen seines besten Kumpels Anto Grgic. Dieser spielt seit dieser Saison beim VfB Stuttgart. Von Zürich wechselte er in die 2. Bundesliga. Jedoch nicht von GC aus, sondern vom FCZ. «Er wollte mich damals mitnehmen, ich sah aber bessere Perspektiven bei GC und blieb», erzählt Matic mit einem Lächeln. Anders als bei Grgic ist das Ausland aber noch weit weg für Matic. Erst wolle er sich in Schaffhausen etablieren – und dann folgt die Rückkehr zu GC. Gestählt durch die Challenge League, wird ihn der Rekordmeister im Sommer 2018 wohl zurückholen. Bis dahin will er weiter mit dem FCS durchstarten. «Ich bin überzeugt, dass wir in der kommenden Saison um den Aufstieg mitspielen können. Mit diesem Stadion im Rücken muss dies das Ziel sein», sagt Matic selbstbewusst. Dass es kommende Runde zu einem heissen Goalie-duell kommen wird, dessen ist sich der 21-Jährige bewusst. Denn der verletzte Routinier Franck Grasseler trainiert wieder mit, bis Anfang Mai will er voll ins Teamtraining einsteigen. Und auf der Bank sieht sich ein fitter Grasseler natürlich nicht. «Konkurrenz ist doch gut, dann darf man sich keine Schwächen erlauben. Jeder will spielen, aber am Ende kann nur einer im Tor stehen. Und das will ich sein», sagt Matic mit einem Augenzwinkern.

Spiel in Le Mont: Noch eine Rechnung offen

Der letzte Vergleich mit dem FC Le Mont endete mit einem unnötigen 2:2-Remis, führte der FCS doch bis kurz vor Schluss mit 2:0. Das soll beim Spiel in Baulmes nicht mehr passieren. «Wir wollen die drei Punkte mitnehmen», sagt Murat Yakin selbstbewusst. Das Team hatte nach dem Sieg in Wohlen zwei Tage frei, «das war ein echter Luxus, nach intensiven Tagen über ­Ostern hatten sich die Spieler das aber verdient», offenbart Yakin. Ob der FCS in derselben Formation wie in Wohlen im 3-4-3-System antritt oder wieder auf das bewährte 4-4-2 umstellt, lässt der Trainer offen. Auch, ob Muhamed Demiri in die Abwehr zurückkehrt nach überstandener Grippe oder Jean-Pierre Rhyner wieder von Beginn weg spielt. Das entscheide er kurzfristig, erklärt Yakin. «Vielleicht auch erst auf der Fahrt nach Le Mont, da habe ich genug Zeit zum Überlegen», sagt der 42-Jährige mit einem verschmitzten Lächeln.

 
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