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Spielbericht
 
Es lag mehr drin für den FCS beim Leader

Der FC Schaffhausen verliert beim Leader FC Zürich mit 1:2 und merkt erst nach dem Abpfiff, dass im Letzigrund ein Punktgewinn durchaus dringelegen hätte.

... und schon ist es passiert: FCS-Keeper Ilija Kovacic (links) kommt zu spät, Roberto Rodriguez (34) hat den Ball an Kovacic vorbei ins FCS-Tor zum 1:0 gespitzelt. Das geschah bereits in der 8. Spielminute. Bilder: Roger Albrecht

von Daniel F. Koch

Als Schiedsrichter Sascha Amhof im Stadion Letzigrund nach 93 Minuten die Partie zwischen Gast­geber FC Zürich und dem FC Schaffhausen abpfiff, konnte man förmlich spüren, wie froh man im Zürcher Lager war, dass die Partie beendet und es beim 2:1 für den Leader geblieben war. Denn nach dem späten Anschlusstreffer durch FCS-Goalgetter Steven Lang in der 90. Minute kam die beste Mannschaft der Challenge League noch heftig unter Druck. «Ich bin sehr froh, haben wir dieses erwartet schwierige Spiel gewonnen», entfuhr es FCZ-Trainer Uli Forte in seinem Schlusskommentar. Für ihn war es unverständlich, dass seine Spieler nach der frühen Führung in der 8. Minute, als Roberto Rodriguez ein Zuspiel von Antonio Marchesano zum 1:0 verwertete, nicht weiter Druck machten, sondern sich zurückzogen und die Schaffhauser ­gewähren liessen. Dabei musste die Mannschaft von Trainer Murat Yakin, der überraschend einen Torhüterwechsel vornahm und anstatt Mateo Matic seinem Konkurrenten Ilija Kovacic das Vertrauen schenkte, erst einmal ein Schockerlebnis verdauen. «Matic hat in sechs Wochen inklusive Länderspiele neun Spiele absolviert. Zieht man die Trainingsleistungen heran, war es für mich ein logischer Wechsel», begründete Yakin seinen Entscheid. Der Wechsel misslang, weil Kovacic vor dem Treffer durch Rodriguez nicht nur den Abschlag zum Gegner schlug, sondern auch beim Zuspiel auf den Torschützen zu spät reagierte.

FCS mit starkem Auftritt

Dabei konnte Murat Yakin mit dem Auftritt im Letzigrund durchaus zufrieden sein. Er hatte angekündigt, dass man gegen den Aufstiegsanwärter auf Augenhöhe antreten könne. Immerhin hatte der FCS seit Beginn der Rückrunde – als man noch Tabellenletzter war – fast die gleiche Punkteausbeute wie der FCZ erzielt. Allerdings war auch ein deutlicher Qualitätsunterschied zwischen dem aufstrebenden FC Schaffhausen und der Nummer 1 der Liga zu erkennen.

Am deutlichsten war das direkt nach der Pause zu sehen, als Moussa Koné das 2:0 erzielte. Es war ein meisterlicher Spielzug von Fortes Team: Rodriguez spielte Raphael Dwamena an, der in die Mitte zu Koné passte. Der Senegalese brauchte nur den Fuss hinzuhalten: 0:2 nach 46 Minuten. Die Schaffhauser Abwehrspieler hatten den Auftakt von Durchgang 2 völlig verschlafen und waren in Gedanken wohl noch beim Pausentee. Wusste FCS-Trainer Murat Yakin, dass es schwierig ist, einen Rückstand gegen die Zürcher aufzuholen, so schien mit dem Nackenschlag 32 Sekunden nach Wiederanpfiff die Partie schon verloren zu sein. Dem war aber erfreulicherweise nicht so. «Man hat gesehen, dass die Moral in der Mannschaft intakt ist», stellte nicht nur Yakin fest. Denn bei den Schaffhausern, die zwar öfter mal haarsträubende Fehler im Spielaufbau machten, diese aber immer wieder mit vereinten Kräften korrigieren konnten, ist im spielerischen und taktischen Verhalten eine weitere Steigerung auszumachen, was für die nächsten Aufgaben zuversichtlich stimmt. Nur bei der Effizienz und der Kaltblütigkeit im Abschluss oder beim Durchspielen ihrer Angriffe konnte man Unterschiede zum qualitativ besser besetzten Gegner feststellen.

War es fehlender Mut oder der Glaube daran, gegen den vermeintlich übermächtigen Gegner mehr als das erwartete Resultat (eine Niederlage) herauszuholen? Nach Spielende standen die FCS-Spieler etwas ratlos her­um, ehe sie sich bei den auffallend wenigen Supportern im Gästesektor für deren Unterstützung bedankten. Wahrscheinlich war den Gästespielern erst danach aufgegangen, dass an diesem Abend deutlich mehr dringelegen hätte, wenn man energischer und zielgerichteter einen Coup angepeilt hätte. So blieb das Gefühl, dass der FCS die Überraschung zu wenig gesucht hatte.

Telegramm

FC Zürich - FC Schaffhausen 2:1 (1:0)
Letzigrund - 8885 Zuschauer - SR: Sascha Amhof
Tore: 8. Rodriguez 1:0, 46. Koné 2:0, 90. Lang 2:1.
Zürich: Vanins; Brunner, Nef, Kecojevic, Kempter; Winter, Marchesano (68. Schönbächler), Sarr, Rodriguez; Koné (84. Rohner), Dwamena (68. Yapi).
Schaffhausen: Kovacic; Lekaj (54. Gonçalves), Neitzke, Demiri, Mevlja; Lang, Bunjaku (54. Gül), Zock, Mikari; Taipi; Demhasaj (77. Tranquilli).
Bemerkungen: Zürich ohne Chiumento, Buff, Kleiber (alle verletzt), Kukeli, Voser (beide krank), Rüegg, Alesevic, Muheim, Kryeziu und Aliu (alle nicht im Aufgebot/U21). Schaffhausen ohne Grasseler, Zuli, Baumgartner (alle verletzt), Fioravanti, Del Toro, Gautreaux, Kucani, Wellhäuser und Zornjak (alle nicht im Aufgebot/U21). - BCL-Debüt von Fabian Rohner.
Verwarnungen: 10. Marchesano (Foul), 72. Winter (Ballwegschlagen).

 
- Telegramm 
 
 
FC Zürich
-
FC Schaffhausen
 
2:1 ( 1:0 )
 
 
Samstag, 01.04.2017

Zürich / Letzigrund
8885 Zuschauer
 
 
Tore:
8. Rodriguez 1:0, 46. Koné 2:0, 90. Lang 2:1.
 
 
Gelbe Karten :
10. Marchesano (Foul), 72. Winter (Foul).
 
 
Rote Karten :
-
 
 
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